Unsere Geschichte

Schon vor über 200 Jahren gab es in Nessa Dorfmusikanten.

Von 1959 bis 1967 bestand die Schalmeienkapelle Traktor Nessa unter der Leitung von Edwin Koller aus Wählitz.

Zu DDR-Zeiten wurden gesellschaftliche Aktivitäten, u.a. auch das Mitspielen in einer Schalmeienkapelle, besonders  gefördert. So mutet es heute fast unglaublich an, dass es bei Spieleinsätzen während der Arbeitszeit eine Freistellung gab und dies auch noch bezahlt wurde. Charakteristisch für diese Zeit war, dass es an allen Ecken und Enden fehlte, so auch an Musikinstrumenten. Mit drei geschlachteten Schweinen der LPG "Florian Geyer" ließ sich das im VEB "Instrumentenbau Klingenthal" aber regeln. Mit den so erworbenen Instrumenten nahm die Kapelle an zahlreichen Bezirksausscheiden teil und war dort auch erfolgreich, so wurde die Schalmeienkapelle Traktor Nessa 1960 Sieger im Bezirksausscheid.

Ende der 60er-Jahre fand die Kapelle aus unbekannten Gründen ein Ende.

1972 musste aus politischem Zwang unter der Regie der Feuerwehr in Nessa die Schalmeienkapelle wiederbelebt werden. Für die Leitung konnte dann Reinhard Lösler gewonnen werden. Mit großen anfänglichen Schwierigkeiten existierte nach ca. 3 Jahren eine Kapelle von etwa 27 Spielleuten. Sieben Jahre lang hatte er die Kapelle geleitet, die allerdings Ende der 70er-Jahre aus weniger schönen Gründen zerfiel.

Damit war das Kapitel "Musik" für Reinhard Lösler eigentlich beendet.

Bis zu jenem schicksalhaften Männertag 1997, wo er im Garten saß und einen immer näher kommenden, höllischen Krach hörte. Verursacht wurde dieser von Kay Wörmann, Andreas Hickethier und Steffen Lochau. Er hat mit seiner Schalmei in den Krach eingestimmt.Verdutzt gingen die drei den Klängen nach. Schnell fanden sich die vier zu einer kleinen Kapelle. So war ein Anfang gemacht.

Ab 1998 ging es los mit dem "KWW Himmelfahrtverein 1998" (KWW = Kössuln-Wernsdorf-Weißenfels). Es folgten erste öffentliche Auftritte.Im Jahr 2000 wurde aus dem "KWW Himmelfahrtverein 1998" die "Schalmeienkapelle Wernsdorf“.

Mittlerweile war die Truppe auf sieben Männer angewachsen. Mehr als zehn Männer sollten es ja auch nie werden und Frauen passten schon gar nicht ins Bild.

Niemals! Das gäbe nur Ärger!

Heute besteht unsere Kapelle aus 25 Spielern, davon sind 13 Frauen (na so was!) und 12 Männer. Im 16 Jahr des Bestehens sind wir in ganz Sachsen-Anhalt und darüber hinaus unterwegs und erfolgreich.